Gemeinsam für eine „gute“ Kita

csm_kongress_gute_kita_02_f8092ee0d3Unter dieser Überschrift hat die komba-gewerkschaft in enger Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung in Mülheim an der Ruhr einen Kindertagesstättenkongress durchgeführt. Im Vordergrund stand dabei die Idee, Kindertagesstätten als kompetentes System zu betrachten und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen herauszuarbeiten.

Die Programmdirektorin Anette Stein der Bertelsmann Stiftung, der stellvertretende komba Bundesvorsitzende Andreas Hemsing, Kathrin Bock-Famulla, Projektleitung Berteismann Stiftung, sowie die Referatsleiterin Xenia Roth, Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz, waren im Kongressprogramm als fester Bestandteil eingebunden. Angeboten wurden Workshops zu den Themen:

• Welche Gesundheit braucht eine „gute“ Kita?
• Welche Leitung braucht eine „gute“ Kita?
• Welche Unterstützungssysteme braucht eine „gute“ Kita?
• Und wie gestalten wir Kita-Politik mit?

Bei diesem Kongress wurden viele Impulse und Handlungsanweisungen erarbeitet und vermittelt, die in einer Dokumentation zusammengestellt und veröffentlicht werden. Fest steht, dass sowohl die Kita-Leitung als Schlüsselposition als auch die Fachkräfte unerlässlich sind.

Der Qualitätsausbau in den Kindertagesstätten, insbesondere hinsichtlich Personalausstattung und -entwicklung, ist ein weiterer Punkt, der wesentlich für die Beschäftigten, aber vor allen Dingen für die Kinder von Bedeutung ist. Aber auch die Kita-Verpflegung sowie der Status quo der Kinderbetreuungseinrichtungen und der sich daraus ergebende Handlungsbedarf waren Diskussionspunkte. Viele komba Kolleginnen und Kollegen nutzten während des Kongresses die Gelegenheit, in einem Gespräch mit der Referatsleiterin Xenia Roth aktuelle Themen und Herausforderungen der Kitas, so zum Beispiel die Leitungsfreistellung, zu erörtern. Einvernehmen bestand, dass weiterhin in regelmäßigen Abständen ein Meinungsaustausch erfolgen wird.

Der Niedersächsische Landesvorsitzende der komba-gewerkschaft, Dr. Peter Specke: „Für die komba gewerkschaft ist es wichtig, dass die notwendige Leitungsfreistellung für Kindertagesstätten gesichert und dann auch konsequent umgesetzt wird. Dies sowohl im Interesse der Beschäftigten als auch und gerade für die Kinder, die ja die jungen Nutzer der Kitas sind. Dabei handelt es sich nur um einen der Ansatzpunkte in der Arbeit der komba gewerkschaft im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes.“

komba Seminar: „Flüchtlingskinder in der Kita“

Wie soll das nur klappen? – Wir kriegen das schon hin! 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die komba gewerkschaft führt am 11. Februar 2016 in Hannover ein Seminar zum Thema „Flüchtlingskinder in der Kita“ durch. Die zunehmende Anzahl von Flüchtlingen führt zu einer zunehmenden Anzahl zu integrierender Kindern mit Flüchtlingsschicksalen auch in den niedersächsischen Kitas. Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage, wie diese zusätzliche Aufgabe in den niedersächsischen Kitas unter den bereits schwierigen Bedingungen im Kita-Alltag bewältigt werden kann. Es wirft zudem einen Blick auf die Situation aus Sicht der betreuenden Kolleginnen und Kollegen. Welche zusätzlichen Anforderungen bestehen? Wie kann die Mehrbelastung bewältigt werden? 

Die weiteren Einzelheiten entnehmen Sie bitte der beigefügten Ausschreibung zum Seminar. Wir bitten interessierte Kolleginnen und Kollegen, sich bis zum 28. Januar 2016 anzumelden.

Die Ausschreibung zu diesem Seminar finden Sie unter diesem Link: Flüchtlingskinder_Kita

DIE BESTEN WÜNSCHE FÜR DIE FESTTAGE

Weihnachtsgruß

Die komba gewerkschaft wünscht frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2016!

2015 war ein bewegtes und bewegendes Jahr. Die Bilder der unzähligen Menschen, die vor Terror und Gewalt aus ihrer Heimat fliehen müssen, sind nur allzu präsent. Mit der anhaltenden Flüchtlingssituation sind zahlreiche Herausforderungen für den öffentlichen Dienst und vor allem für die Beschäftigten in den Verwaltungen, im Sozial- und Erziehungsdienst, den Gesundheitseinrichtungen und Feuerwehren verbunden. Wieder einmal haben sie gezeigt, was der öffentliche Dienst leisten kann. Sie haben demonstriert, dass sie der Motor des öffentlichen Dienstes sind. Dafür ein aufrichtiges Dankeschön.

Die komba gewerkschaft wünscht allen frohe und friedliche Weihnachtstage sowie einen guten Start in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Für die Kolleginnen und Kollegen, die an den Feiertagen arbeiten, hoffen wir auf einen ruhigen und stressfreien Dienst. Danke für den Einsatz!

„GUTE“ KITA: ZUSAMMENSPIEL ALLER AKTEURE IM FOKUS

csm_kongress_gute_kita_18112015_windmueller_1_3b15545f16Unter dem Motto „Gemeinsam für eine „gute“ KiTa – die Idee des kompetenten Systems“ veranstaltete die komba gewerkschaft am 18.11.2015 in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung ein Symposium in Mülheim. Zahlreiche Fachkräfte, Träger, Kommunen und Vertreter der Politik sowie der Wissenschaft diskutierten darüber, was eine „gute“ KiTa ausmacht.

Mühlheim/Ruhr, 18.11.2015. Einig waren sich alle Beteiligten, dass eine „gute“ Kindertagesstätte allen Kindern gleichermaßen gerecht werden soll. Einigung bestand auch darin, dass es des Zusammenspiels aller Beteiligten – Bund, Länder, Kommunen, Fachkräfte und Träger – gleichermaßen braucht, um eine „gute“ KiTa zu erreichen. „Ziel des Symposiums war es, den Blick auf das Gesamtsystem der Kinderbetreuung zu schärfen und zu zeigen, dass ein kompetentes System nicht nur einen Akteur benötigt“, sagt Andreas Hemsing, stellvertretender Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft. Für die komba gewerkschaft sind einheitliche Qualitätsstandards in der Kinderbetreuung und frühkindlichen Bildung beispielsweise dringend erforderlich auf dem Weg zu einer „guten“ KiTa. Bei dem Podiumsgespräch diskutierten die unterschiedlichen Verantwortungsebenen darüber, wer was für ein kompetentes System in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung tun kann. „Die Idee des kompetenten Systems eröffnet den KiTa-Beschäftigten die Chance mitzugestalten und so eine wichtige Komponente im Gesamtsystem zu sein statt nur die ausführende Kraft von bereits beschlossenen Aufträgen“, sagt Sandra van Heemskerk, Vorsitzende des komba-Bundesfachbereichs Sozial- und Erziehungsdienst. Über die Veranstaltung resümiert sie: „Der Austausch zwischen den einzelnen Akteuren im kompetenten System bringt zusätzlich Verständnis für die jeweiligen Ebenen und kann dadurch nur gewinnbringend für alle sein.“

Bei dem Podiumsgespräch diskutierten die unterschiedlichen Verantwortungsebenen darüber, wer was für ein kompetentes System in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung tun kann. „Die Idee des kompetenten Systems eröffnet den KiTa-Beschäftigten die Chance mitzugestalten und so eine wichtige Komponente im Gesamtsystem zu sein statt nur die ausführende Kraft von bereits beschlossenen Aufträgen“, sagt Sandra van Heemskerk, Vorsitzende des komba-Bundesfachbereichs Sozial- und Erziehungsdienst. Über die Veranstaltung resümiert sie: „Der Austausch zwischen den einzelnen Akteuren im kompetenten System bringt zusätzlich Verständnis für die jeweiligen Ebenen und kann dadurch nur gewinnbringend für alle sein.“

Welche Erfahrungsstufe nach Umsetzung des Ergebnisses zum Tarifvertrag S + E?

Es erreicht die komba-gewerkschaft Nachfragen, wie es mit den bisher erworbenen Erfahrungsstufen bei der Umsetzung eines neuen Tarifs aussieht.

Die Eingruppierung in die unterschiedlichen Erfahrungsstufen zur vakanten Entgeltordnung S + E erweist sich doch schwieriger als erwartet. Ich habe daher noch einmal mit einem Mitglied der Tarifkommission Kontakt aufgenommen, um mich hierzu beraten zu lassen. Das Ergebnis:

Von S 6 kommend in die S 8 a oder von S 8 in die 8 b: Die Zuweisung erfolgt Stufengleich durch eine 1 : 1-Übertragung der Erfahrungsstufe.

Leitungen von Kindertagesstätten: In diesem Falle handelt es sich um eine „Höhergruppierung“ nach den Regeln des § 17 Abs. 4 TVöD. Man steigt mit seinem bisherigen Tabellenentgelt „betragsmäßig“ in die darüber liegenden höheren S-Gruppen auf und erhält dadurch in den allermeisten Fällen rückwirkend zum 01.07.2015 dauerhaft auch eine deutliches Mehr an Entgelt. Die Höhergruppierung muss beantragt werden. Dieses sogenannte Antragserfordernis ist aus Gründen der Vorsicht in die Tarifeinigung eingebaut worden, weil bei einer Höhergruppierung, wie bisher auch ein zustehender Strukturausgleich auf den Höhergruppierungsgewinn anzurechnen ist. Da die Antragsfrist bis zum 30.06.2016 läuft und ein gestellter Antrag rückwirkend zum 01.07.2015 gilt, ist somit sichergestellt, dass vor der Antragstellung genügend Zeit verbleibt sich seinen individuellen Höhergruppierungsgewinn selbst oder mit Hilfe der komba gewerkschaft auszurechnen.

Ständige Vertretungen von Kita-Leitungen: Hier gilt das gleiche Verfahren für die Höhergruppierung, wie bei den vorgenannten Leitungen von Kindertagesstätten, wenn eine „ständige Vertretung“ (im Gegensatz zu einer Platzhalterschaft im Vertretungsbereich) bereits eingerichtet ist. Sofern noch keine „ständigen Vertretungen“ in den Einrichtungen bestehen, müssen diese durch die Dienststellen unverzüglich nach in Krafttreten der Tarifeinigung eingerichtet und nach evtl. durchgeführtem Auswahlverfahren besetzt werden.

Keine Regel ohne Ausnahme: Kein Antrag stellen die bisherigen Kita-Leitungen bei Einrichtungen unter 40 durchschnittlich zu belegenden Plätzen. Hier erfolgt automatisch ebenfalls eine Zuordnung von S7 nach S9 zum 01.07.2015 durch eine 1 : 1-Übertragung der Erfahrungsstufe.

Von Seiten der komba-gewerkschaft soll ein Leitfaden herausgebracht werden. So wie dieser vorliegt, werde ich ihn veröffentlichen.

Einigung im Sozial- und Erziehungsdienst vom 30. September 2015 und Urabstimmung

Am 25. Februar 2015 wurden in Hannover die Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) aufgenommen. Nach acht Monaten intensiver Tarifverhandlungen, mehrwöchigen Streiks, einer Schlichtung und einer kontroversen öffentlichen Debatte ist es den Gewerkschaften gelungen, in der 9. Verhandlungsrunde vom 28. bis zum 30. September 2015 in Hannover eine Einigung mit der VKA zu erzielen.

Die Arbeitgeberseite war in den ersten sechs Verhandlungsrunden nur zu marginalen Zugeständnissen bei einigen ausgewählten Berufsgruppen bereit. Um den festgefahrenen Tarifkonflikt zu entschärfen, haben sich die Tarifvertragsparteien auf die Durchführung einer Schlichtung verständigt. Diese fand vom 19. bis zum 22. Juni 2015 in Bad Brückenau statt. In dem Zeitraum zwischen dem 6. Juli und 5. August 2015 wurde eine Befragung über die Einigungsempfehlung der Schlichtungskommission vom dbb und seiner Mitgliedsgewerkschaften durchgeführt. Über 60 Prozent der Mitglieder der dbb Fachgewerkschaften im Sozial- und Erziehungsdienst haben sich gegen die Annahme des Schlichterspruchs ausgesprochen. Einer der wesentlichen Gründe war, dass der in der Einigungsempfehlung vorgeschlagene Kompromiss nicht gleichermaßen Verbesserungen für alle Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst brachte. Des Weiteren wurde die lange Laufzeit sowie die nicht vollständige Anerkennung von Berufserfahrung kritisiert. In zahlreichen Mitgliederversammlungen wurde der dbb-Verhandlungskommission mit auf den Weg gegeben, den bisherigen Stand ausgewogener zu gestalten. Einige dieser Forderungen konnten Ende September in Hannover noch umgesetzt werden.

Die neue Eingruppierung und die Tabellenwerte ab dem 1. Juli 2015 können Sie der beigefügten Anlage entnehmen.

Den Wortlaut des Einigungspapiers sowie nähere Informationen finden Sie unter 
www.dbb.de/sozial-und-erziehungsdienst. 

Die Einigung basiert auf den Ergebnissen des Schlichterspruchs vom 23. Juni 2015. Darüber hinaus werden folgende Verbesserungen vereinbart:

I. Erzieher

Das Volumen im Erzieherbereich innerhalb der Entgeltgruppen S 8a (Erzieher) und S 8b (Erzieher mit besonders schwierigen Tätigkeiten) wird so umverteilt, dass die Zugewinne gleichmäßiger auf alle Stufen verteilt werden. Dies führt in der S 8a zu einer Anhebung der Betrag gegenüber der aktuellen Entgelttabelle zwischen 93 Euro und 138 Euro. Von der Umverteilung profitieren insbesondere jüngere Beschäftigte. Es war ein Anliegen der Gewerkschaften, gerade im Erzieherbereich das Berufsfeld für Berufseinsteiger attraktiver zu gestalten. In der S 8b führt die Umverteilung zu einem Plus von durchschnittlich 85 Euro im Monat gegenüber der aktuellen S-Tabelle.

Darüber hinaus wurde vereinbart, dass Beschäftigte in der Tätigkeit von Erziehern ebenfalls die Werte der neuen S 4 erhalten, wobei die Stufe 4 als Endstufe beibehalten wird.

Anders als im Schlichterspruch vorgesehen, verbleiben Erzieher mit fachlich koordinierenden Aufgaben in der S 9, wobei die neuen Werte der S 9 mit den Tabellenwerten der S 8b identisch sind. Für die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Neuregelungen vorhandenen Beschäftigten der Stufe 1 und 2 gilt Besitzstand.

II. Sozialarbeiter und Sozialpädagogen

Bei den Sozialarbeitern und Sozialpädagogen mit Garantenstellung in der S 14 wird es Erhöhungen in allen Stufen zwischen 30 Euro und 80 Euro geben. Der Schlichterspruch sah für diese Entgeltgruppe nur eine Anhebung um 80 Euro in der Stufe 6 vor. In der S 11 und S 12 verbleibt es bei den im Schlichterspruch vorgesehenen erhöhten Tabellenwerten. Die Beschäftigten in der Tätigkeit von Sozialarbeitern und Sozialpädagogen (S 8) werden der neuen Entgeltgruppe S 8b zugeordnet, wobei die Stufe 4 wie bisher die Endstufe ist.

III. Behindertenhilfe / Handwerklicher Erziehungsdienst

Die Tätigkeitsmerkmale der Entgeltgruppe S 7 (S 5 Fallgruppe 1 alt) und der Entgelt-gruppe S 8b (S 8 Fallgruppe 3 alt) werden redaktionell angepasst.

IV. Leiter von Kindertagesstätten für Menschen mit Behinderung im Sinne § 2 SGB IX oder für Kinder und Jugendliche mit wesentlichen Erziehungsschwierigkeiten sowie deren ständige Vertreter

Der Schlichterspruch beinhaltet für die Vertreter von Leitern von Kindertagesstätten für Menschen mit Behinderung im Sinne § 2 SGB IX oder für Kinder und Jugendliche mit wesentlichen Erziehungsschwierigkeiten von kleinen Einrichtungen (unter 40 Plätze) keine Neuregelung. Das jetzige Einigungspapier sieht jedoch eine Anhebung der Ein-Gruppierung von der S 9 in die S 11 vor.

V. Sonstige Regelungen

1. Höhergruppierung

Die Einigung sieht für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, welche am 1. Oktober 2005 aus dem BAT in den TVöD übergeleitet wurden und denen ein Wahlrecht zum Wechsel in die S 8 oder S 9 eingeräumt wurde und die weiterhin Entgelt nach der Anlage A zum TVöD erhalten, die Möglichkeit vor, ihre Eingruppierung nach dem Anhang zu der Anlage C (VKA) bis zum 29. Februar 2016 zu beantragen.

Die Tarifvertragsparteien haben im Einigungspapier unter XIII. Nr. 1 festgehalten, in welchen Fällen das Höhergruppierungsverfahren nach § 17 Abs. 4 TVöD (betragsmäßige Höhergruppierung) Anwendung findet und wann das Tabellenentgelt stufengleich ersetzt wird. In den Fällen, in denen die Höhergruppierung nach § 17 Abs. 4 TVöD erfolgt, werden die Beschäftigten nur auf Antrag in die höhere Entgeltgruppe eingruppiert. Hierfür ist eine Antragsfrist bis zum 30. Juni 2016 vorgesehen.

Beschäftigte, die aus einer individuellen Endstufe einer höheren Entgeltgruppe zugeordnet oder höhergruppiert werden, erhalten in der höheren Entgeltgruppe das Entgelt ihrer bisherigen individuellen Endstufe zuzüglich des Zuordnungs- bzw. Höhergruppierungsgewinns, den ein Beschäftigter erhält, der aus der Stufe 6 seiner bisherigen Entgeltgruppe der höheren Entgeltgruppe zugeordnet oder in diese höhergruppiert wird.

Die Tarifvertragsparteien haben sich weiter darauf verständigt, dass falls im Rahmen der neuen Entgeltordnung für den Bereich der VKA die stufengleiche Höhergruppierung vereinbart wird, diese zeitgleich auch für die kommunalen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst gilt.

2. Jahressonderzahlung

Für Beschäftigte, welche in der S 9 im Tarifgebiet West eingruppiert sind, wurde vereinbart, dass die Jahressonderzahlung 90 Prozent des Monatsgehalts beträgt anstatt wie bisher 80 Prozent. Davon profitieren Heilpädagogen mit Fachschulausbildung sowie Erzieher mit fachlich koordinierenden Aufgaben.

VI. Erklärungsfrist

Es ist eine Erklärungsfrist bis zum 31. Oktober 2015 vereinbart worden. In der Zeit vom 7. bis zum 28. Oktober 2015 führt der dbb unter den betroffenen Mitgliedern eine Urabstimmung über das Tarifergebnis durch.

VII. Inkrafttreten und Laufzeit

Die Laufzeit bleibt bei fünf Jahren und der Termin zum Inkrafttreten unverändert rück-wirkend beim 1. Juli 2015. Die Tarifvertragsparteien verständigten sich jedoch darauf, bereits ab dem 1. Juli 2019 in Gespräche über die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst einzutreten.

E_Mail_12_Anlage_Verhandlungsergebnis_SuE_ab_Juli_2015

 

Kompromiss erzielt, Streiks vorerst abgewendet

Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich bei den Verhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst am 30. September 2015 in Hannover auf einen Kompromiss geeinigt. „Die gute Nachricht ist: Weitere Streiks sind vorerst abgewendet“, sagte dbb-Verhandlungsführer Willi Russ. „Wir mussten hart darum ringen, weil die Arbeitgeber noch hinter dem Verhandlungsstand aus dem Frühsommer zurück bleiben wollten. Das konnten wir verhindern und die neue Vereinbarung in wichtigen Punkten ausgewogener gestalten.“ „Unsere Verhandlungskommission empfiehlt den dbb Gremien, dass Ergebnis anzunehmen. Das letzte Wort haben natürlich unsere Mitglieder in der Urabstimmung“, so dbb Vize Russ weiter. Zusätzlich zu dem bisher erreichten Verhandlungsstand wurden folgende Änderungen vereinbart:

csm_150930_kompromiss_sue_49bb891d74Das Volumen innerhalb der Entgeltgruppen S 8a und S 8b wird so umverteilt, dass die Zugewinne gleichmäßiger auf alle Stufen verteilt werden. Bei den Sozialarbeitern in der S 14 wird es Erhöhungen zwischen 30 und 80 Euro in den Erfahrungsstufen 1 bis 5 geben. Bei der Stufe 6 wird es wie im Schlichterspruch eine Anhebung um 80 Euro geben. Die Laufzeit bleibt bei 5 Jahren rückwirkend ab dem 1. Juli 2015.

Weitere Details zur Einigung:

komba Plakat zum Weltkindertag 2015

plakat_weltkindertag_2015Die komba hat zum diesjährigen Weltkindertag am 20. September 2015 ein Plakat aufgelegt, das wir gerne hier vorstellen wollen. Sie haben die Gelegenheit, das Plakat über einen angeschlossenen Drucker auszudrucken.

Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, das komba Plakat in Papierform anzufordern. Den Kostenbeitrag für den Versand in Höhe von 2 € überweisen Sie bitte auf das Konto der Kreisgruppe Peine bei der Kreissparkasse Peine, IBAN DE97 2525 0001 0000 1528 27. Bitte füllen Sie hierzu auch die Anforderung für die Plakate aus. Wir werden sie schnellstmöglich an Sie versenden.

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Sozial- und Erziehungsdienst: Mitglieder lehnen Schlichterspruch ab

Mehr als 60 Prozent der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst in der komba gewerkschaft haben sich bei der Mitgliederbefragung gegen die Annahme des Schlichterspruchs ausgesprochen. Wiederaufnahme von Streikmaßnahmen nicht ausgeschlossen. 

„Die Mitglieder haben den Schlichterspruch in den zurückliegenden Wochen bewertet. Das vorliegende Ergebnis ist ein deutliches Signal an die Gewerkschaften und die Arbeitgeber. Daher werden wir die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) auffordert, bei der nächsten Verhandlungsrunde am 13. August in Offenbach auf das Votum entsprechend zu reagieren“, kommentiert Andreas Hemsing, stellvertretender Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft und dbb-Verhandlungsführer das Ergebnis der Befragung.

„Uns ist bewusst, dass noch längst nicht alle Probleme in diesem Bereich gelöst sind. Unsere Mitglieder sehen zahlreiche ihrer berechtigten Forderungen bislang nicht erreicht. Dank der wochenlangen Streiks und großartiger Aktionen unserer Kolleginnen und Kollegen ist allerdings ein Prozess in Gang gekommen“, sagt Hemsing, „Darauf müssen wir nun aufbauen und das Thema gemeinsam mit den Beschäftigten weiter in die gesellschaftliche Diskussion und die Politik tragen.“ Hemsing fordert die politischen Vertreterinnen und Vertreter auf, statt warmer Worte und Verständnis für die Forderungen, endlich Taten sprechen zu lassen.

Gewerkschaften und Arbeitgebervereinigung kommen am Donnerstag, 13. August, in Offenbach/Main zu einer weiteren Verhandlungsrunde zusammen. Eine Wiederaufnahme von Streikmaßnahmen ist nach dem Votum der Mitglieder nicht ausgeschlossen.