Elf Forderungen für SuE

Die Verhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) gehen am 5. März in die erste von drei vereinbarten Runden. Mit elf wesentlichen Forderungen steigen dbb/komba gewerkschaft in die Gespräche ein.

1.  Verbesserung der Eingruppierungsmerkmale, insbesondere durch Anhebung der Grundeingruppierung der

a. Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger

b. Sozialassistentinnen und Sozialassistenten

c. Erzieherinnen und Erzieher

2. Überarbeitung der Eingruppierungsmerkmale für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen mit dem Ziel einer verbesserten Zuordnung zu den jeweiligen Entgeltgruppen

3. Anpassung der Stufenlaufzeiten

4. Honorierung von Qualifizierungen bzw. Fort- und Weiterbildungen durch bessere Eingruppierung, Aufstiegsmöglichkeiten oder ggf. Zulagen für alle Beschäftigten

5. Ausdehnung der Vorbereitungszeit, um mehr Zeit für die mittelbare pädagogische Arbeit zu haben

6. Faktorisierung von Plätzen z.B. für Kinder unter drei Jahren und für behinderte Kinder im Sinne des § 2 SGB IX

7. Verbindliche Einführung der Position der stellvertretenden Kita-Leitung in allen Einrichtungen

8. Erweiterung der S-Tabelle mittels weiterer Entgeltgruppen nach oben

9. Qualifizierung und angemessene Vergütung für Praxisanleitung sowie die Ausstattung mit Zeitkontingenten

10. Anerkennung der Berufstätigkeit und der bei anderen Trägern erworbenen Berufserfahrung

11. Anpassung der Eingruppierung an die gestiegenen Anforderungen im Bereich der Behindertenhilfe aufgrund der gesetzlichen Änderungen durch das Bundesteilhabegesetz

„Die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst müssen für die Beschäftigten attraktiver werden. Daran führt kein Weg vorbei! Bei den anstehenden Verhandlungen gilt es einmal mehr und mit Nachdruck zu zeigen, wie bedeutend die Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst für uns alle ist“, sagte Andreas Hemsing, Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft, „wir werden die Forderungen klar auf den Tisch bringen. Die Arbeitgeber sind aufgefordert, die bedeutende Arbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte zu sichern und attraktiv zu gestalten.“ Hemsing wird mit Ulrich Silberbach, Vorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion, die Verhandlungen führen.

Die Forderungen wurden von der Verhandlungskommission am 14. Februar 2020 beschlossen.

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