Sozial- und Erziehungsdienst: Verhandlungskommission will Mitgliedervotum!

In der gegenwärtigen Tarifauseinandersetzung im Sozial- und Erziehungsdienst wird die Verhandlungskommission komba/dbb eine Mitgliederbefragung durchführen, bevor sie den Schlichterspruch vom Dienstag endgültig bewertet. „Bevor wir in die abschließenden Gespräche ab voraussichtlich 13. August gehen, wollen wir ein detailliertes Stimmungsbild aus unserer Mitgliedschaft“, sagte komba/dbb Verhandlungsführer Andreas Hemsing am 25. Juni 2015 in Offenbach. Während dieser Zeit wollen die Gewerkschaften zunächst von weiteren Streiks absehen.

Weitere Infos/Unterlagen zur Mitgliederbefragung werden in der nächsten Woche folgen.

Schlichterspruch zum Sozial- und Erziehungsdienst: Annahme empfohlen

 

Die beiden Schlichter Georg Milbradt und Herbert Schmalstieg haben am 23. Juni 2015 in Bad Brückenau eine Empfehlung zur Entschärfung des Tarifkonflikts im Sozial- und Erziehungsdienst vorgelegt. Für deren Annahme haben sich sowohl die Schlichtungskommission der Arbeitgeber als auch der Gewerkschaften ausgesprochen.

„Anders als beim Arbeitgeberangebot von Ende Mai 2015 profitiert von diesem Schlichterspruch der größte Teil der Betroffenen in allen Bereichen des Sozial- und Erzieherbereichs“, sagte dbb Verhandlungsführer Andreas Hemsing. Nach viertägiger Schlichtung liegt damit ein Kompromissvorschlag vor, der „eine gute Grundlage für die nächste Verhandlungsrunde“ sei, erklärte Hemsing. Diese wird am 24. Juni 2015 in Offenbach beginnen.

Die Gewerkschaften und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) verhandeln bereits seit Februar über eine verbesserte Eingruppierung der Arbeit im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes. Die Schlichtung war vereinbart worden, nach dem auch nach sechs Verhandlungsrunden und einem vierwöchigem Streik kein Ergebnis erzielt werden konnte.

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Am Montag, 22. Juni soll Schlichtungsempfehlung im Kita-Tarifkonflikt vorgelegt werden

SchlichterIm Kita-Tarifkonflikt wollen die Schlichter am heutigen Montag (22. Juni) ihre Empfehlung an Gewerkschaften und Arbeitgeber abgeben. Einen genaueren Zeitplan gebe es dafür nicht. Die beteiligten Gewerkschaften, unter ihnen der Träger der komba-gewerkschaft, der dbb tarifunion und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) planen dazu eine Pressekonferenz.

Am 10. Juni 2015 hat in Dresden die Schlichtung im Tarifkonflikt um eine höhere Eingruppierung der Berufsbilder im Sozial- und Erziehungsdienst begonnen. Die Schlichter und die Kommissionen der beteiligten Gewerkschaften sowie der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) kamen zu einem ersten Treffen zusammen. Als Schlichter haben die Gewerkschaften Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister a. D. von Hannover, und die Arbeitgeber Georg Milbradt, Ministerpräsident a.D. von Sachsen, benannt. Beide haben schon bei den Verhandlungen über den Tarifvertrag im öffentlichen Dienst (TVöD) im Jahr 2010 ein erfolgreiches Schlichter-Gespann gebildet. Mit Blick auf die aktuelle Auseinandersetzung betonten Schmalstieg und Milbradt übereinstimmend, dass die jetzige Schlichtung eine besondere Herausforderung darstelle, weil es nicht „um ein paar Prozentpunkte rauf oder runter“ gehe, sondern um Tätigkeitsmerkmale.
Die Schlichtung war notwendig geworden, nachdem die Gespräche beim sechsten Termin und nach mehrwöchigen Streiks ohne Ergebnis geblieben waren. Bereits seit Februar verhandeln der dbb und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über eine verbesserte Eingruppierung der Arbeit im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes.