Urabstimmung!

komba headerNachdem die Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst nach der fünften Verhandlungsrunde am 20./21. April für gescheitert erklärt worden sind, müssen wir jetzt den Druck auf die Arbeitgeber gemeinsam deutlich erhöhen. Unsere zuständigen Gremien haben daher nach intensiver Beratung beschlossen, dass eine Urabstimmung zur Durchführung eines unbefristeten Streiks durchzuführen ist. Bei der Urabstimmung sind alle Mitglieder stimmberechtigt, die im Sozial- und Erziehungsdienst beschäftigt sind und unter das verhandelte Tarifrecht fallen. Ebenfalls wahlberechtigt sind Neumitglieder, die jetzt Mitglied in der komba gewerkschaft werden. 

Aufgrund unserer Organisationsstruktur werden wir die Stimmabgabe grundsätzlich als Briefwahl über die Orts- und Kreisgruppen, die Mitglieder des Fachbereiches Sozial- und Erziehungsdienst sowie über unsere Ansprechpartner/innen aus den jeweiligen Einrichtungen als Organisatoren vor Ort durchführen.  

Wir werden daher heute die Mitglieder des Fachbereiches Sozial- und Erziehungsdienst, unsere Ansprechpartner/innen in den Einrichtungen und die Vorsitzenden der Orts- und Kreisgruppen, die nach unseren Informationen Mitglieder im Sozial- und Erziehungsdienst haben, anschreiben und mit der Organisation der Urabstimmung beauftragen. 

Sofern Sie als Mitglied aus dem Sozial- und Erziehungsdienst keine entsprechenden Wahlunterlagen bekommen, bitten wir um eine kurze Information. Wir werden diese dann umgehend nachsenden. 

Die abgegebenen Stimmen sind bis zum 04.05.2015 an die komba gewerkschaft Niedersachsen, Postfach 2126, 30021 Hannover zurückzusenden. Danach eingehende Stimmen können nicht berücksichtigt werden. 

Weitere Hinweise zur Durchführung der Stimmabgabe werden Sie mit den Wahlunterlagen auf dem Postweg erhalten.

Für Ihre Mithilfe bei der Urabstimmung möchten wir uns bereits heute bei Ihnen bedanken.

 

Auch 5. Verhandlungsrunde ergebnislos: Urabstimmung wird empfohlen!

Andreas Hemsing im GesprächDie Verhandlungen über bessere Beschäftigungsbedingungen im Sozial- und Erziehungsdienst sind am 21. April 2015 in Offenbach erneut ergebnislos geblieben. „Die Arbeitgeber lehnen nach wie vor eine generelle Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst ab. Damit sind sie weit hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben – viel zu weit“, sagte dbb Verhandlungsführer Andreas Hemsing. „Somit gibt es vorerst keine Grundlage für weitere Gespräche. Die Verhandlungskommission empfiehlt den Gremien des dbb/komba die Verhandlung für gescheitert zu erklären und eine Urabstimmung zu beschließen.“ 

Seit Februar haben der dbb und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) bereits bei fünf Terminen über eine bessere Wertschätzung der Arbeit im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes verhandelt. Im Kern geht es dabei um die verbesserte Zuordnung der einzelnen Berufsgruppen in der entsprechenden Entgelttabelle.

„Der Frust bei den Beschäftigten ist groß“, so Hemsing. „Wir werden aber weiterhin verantwortungsvoll handeln und die Auswirkungen unserer Arbeitskampfmaßnahmen im Blick behalten. Dazu gehört, dass wir etwa Streiks in Kitas rechtzeitig ankündigen. Gute Leute verdienen gutes Geld. Daher hoffen wir auf die Unterstützung der betroffenen Menschen, die auf die qualifizierten Leistungen unserer Kolleginnen und Kollegen angewiesen sind.“

Die Unverzichtbaren

Die komba/dbb starten weiter durch mit der Kampagne „Die Unverzichtbaren“ mit Berufen für den öffentlichen Dienst. Aktuell zu den Verhandlungen und Streikmaßnahmen im Sozial- und Erziehungsdienst möchten wir einen Einblick in das Berufsbild Erzieherin/Erzieher geben. Im nachfolgenden Link gibt das komba Mitglied Adile Salucu aus der Kita Villa Kunterbunt in Peine Einblicke in ihren Berufsalltag.

Hier geht es zum Link: Die Unverzichtbaren

Information über die 4. Verhandlungsrunde

2015-04-16-komba-warnstreik-sue-hannover-0092015-04-16-komba-warnstreik-sue-hannover-008Ergebnislos ging am heutigen Donnerstag auch die vierte Runde der Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst in Hannover zu Ende. Schwerpunktmäßig wurde über die höhere Eingruppierung der Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung diskutiert.

„Von den Fachkräften für Arbeits- und Berufsförderung profitiert unsere Gesellschaft. Für sie gilt wie für alle Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst: Sie sind ordentlich gefordert, aber das spiegelt sich bislang nicht in ihrer Bezahlung wider. Die Verhandlungen heute brachten keinen entscheidenden Fortschritt zur Änderung“, resümiert Andreas Hemsing, stellvertretender Bundesvorsitzender und dbb-Verhandlungsführer.

Begleitet wurde die vierte Runde von Demonstrationen am Verhandlungsort. Bereits in dieser Woche hatten kombanerinnen und kombaner aus dem Sozial- und Erziehungsdienst in zahlreichen Warnstreiks bundesweit ihre Forderungen nach einer Höhergruppierung bekräftigt. „Die Kolleginnen und Kollegen sind entschlossen, ihre berechtigten Interessen durchzusetzen. Weitere Warnstreiks sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen“, sagt Hemsing.

Am 20. und 21. April wird in der fünften Runde in Offenbach als Schwerpunkt über die Eingruppierung der Sozialarbeiter und -pädagogen diskutiert.

Warnstreik Sozial- und Erziehungsdienst in Hannover

Die im Rahmen der Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst 2015 durchgeführten Warnstreiks wurden am 16.04.2015 ganztägig in ganz Niedersachsen fortgesetzt. Die Kreisgruppe Peine der komba gewerkschaft Niedersachsen hat sich natürlich auch an diesem Warnstreik beteiligt.

Eine Gruppe von 150 Mitgliedern der Kreisgruppe Peine ist heute Früh mit Bussen nach Hannover gefahren, um dort unseren berechtigten Forderungen gegenüber den Verhandlungsführern der Arbeitgeberseite vor dem Crowne Plaza Hotel in Hannover lautstark mit Pfeifen, Ratschen und Trommeln Nachdruck zu verleihen. Unterstützt wurde die Kreisgruppe Peine vor Ort von ca. 60 Mitgliedern aus den Ortsgruppen Rotenburg (Wümme), Braunschweig, Wolfsburg und Laatzen.,

Begrüßt wurden die Peiner von unserem Landesvorsitzenden Dr. Peter Specke und von der Bundesvorsitzenden der Fachgruppe Sozial- und Erziehungsdienst Sandra vam Heemskerk. In einer kurzen Rede an die Streikenden machte Sandra noch einmal deutlich, dass es jetzt endlich an den Arbeitgebern ist, ein Angebot vorzulegen.

Mit lautstarker Unterstützung und unter Jubel aller kombaner wurde Sandra in das Crowne Plaza an den Verhandlungstisch verabschiedet.

Sozial- und Erziehungsdienst: Dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

csm_komba_kampagnenlogo_sozerz_2015_web_01_abad3a7415Die dritte Tarifverhandlungsrunde über die Entgeltordnung im Sozial- und Erziehungsdienst ging am heutigen Donnerstag in Düsseldorf ergebnislos zu Ende. Im Mittelpunkt der Verhandlungen standen dieses Mal die Erzieherinnen und Erzieher sowie Kinderpfleger und -pflegerinnen. „Wir haben unterschiedliche Auffassungen davon, was uns die Verantwortung für die Fürsorge unserer Kinder wert ist. Diese verschiedenen Ansichten waren auch heute nicht aus dem Weg zu räumen“, informiert Andreas Hemsing, stellvertretender Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft und Verhandlungsführer des dbb im Sozial- und Erziehungsdienst.

Nachdem auch die heutige Runde ergebnislos blieb, sind für kommenden Montag Unterstützungsstreiks in Aachen, Bonn, Essen und Mönchengladbach geplant. „Die Beschäftigten sind enttäuscht über die Haltung der Arbeitgeber und werden diese Enttäuschung bei Aktionen – unterstützend zu den Verhandlungen – zum Ausdruck bringen“, erklärt der dbb-Verhandlungsführer. „Die Erzieherinnen und Kinderpfleger sind täglich mit einem stetig wachsenden Arbeitspensum konfrontiert. Die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen ist anspruchsvoller und vielseitiger geworden. Genau diese Veränderungen müssen sich endlich in einer höheren Eingruppierung niederschlagen“, sagt Hemsing.

Das KiTa-Personal ist unter anderem durch den seit 2013 gesetzlich geltenden Anspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige einer Mehrfachbelastung ausgesetzt. Weitere Termine und Themenschwerpunkte für die kommenden Runden sind bereits vereinbart. Die Eingruppierung der Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung ist am 16. April in Hannover geplant. Am 20. und 21. April wird in Frankfurt über die Eingruppierung der Sozialarbeiter und -pädagogen diskutiert.

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