2. Warnstreik am 07. April 2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Verhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst haben auch nach der letzten Runde in Münster am 23. März 2015 noch kein Ergebnis gebracht. Wie bereits angekündigt muss vor der nächsten Verhandlungsrunde am 9. April in Düsseldorf der Druck weiter erhöht werden. Als komba möchten wir deshalb direkt nach Ostern zum Präsidenten des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Niedersachsen nach Peine ziehen.

Wir rufen deshalb unsere Mitglieder aus dem kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst am 7. April zu einem zentralen Warnstreiktag auf. Wir würden uns freuen viele Kolleginnen und Kollegen in Peine begrüßen zu können.  

Für Kombanerinnen und Kombaner außerhalb von Peine erstatten wir die Fahrtkosten des Niedersachsentickets bzw. nach Rücksprache mit der Landesstreikleitung Buskosten. Zudem erhält jede/r Streikende zusätzlich einen Verpflegungszuschuss in Höhe von 5 Euro. Es kann sich also jedes komba Mitglied Getränke und Essen nach Wahl bis zu einem Wert von 5 Euro kaufen. Die Belege sind mit der Streikgeldabrechnung einzureichen. 

Zeigt mit uns Stärke, dass wir eine Aufwertung jetzt durchsetzen wollen!

 

Erste Runde Verhandlungen Sozial- und Erziehungsdienst

Das meinen wir: Sandra van Heemskerk und Detlef Daubitz, Mitglieder der komba Bundestarifkommission

Sandra van Heemskerk (Foto: © privat)
Sandra van Heemskerk

„Die Arbeitgeberseite stimmt uns zu, dass die Arbeit die im Sozial- und Erziehungsdienst geleistet wird, wertvoll ist. Sie sehen aber nicht, oder nicht ein, dass gerade deswegen unsere Forderungen daraus entstanden, berechtigt und notwendig sind.

Wir werden uns jetzt nicht mehr mit warmen Worten abspeisen lassen! Die Arbeitgeber müssen verstehen, dass wir uns damit nicht mehr zufrieden geben werden! Unsere Arbeit muss wertgeschätzt werden, beim Gehalt und den Rahmenbedingungen im Job! Dafür sitzen wir am Verhandlungstisch!“

Sandra van Heemskerk, Vorsitzende des Bundesfachbereich Sozial- und Erziehungsdienst der komba gewerkschaft, ist Erzieherin in der Kita Kinderinsel (Gatherskamp) und Personalrätin bei der Stadt Mönchengladbach.

Detlef Daubitz (Foto: © Friedhelm Windmüller, dbb verlag)
Detlef Daubitz

„Die anwesenden Vertreter des VKA sind gewohnt kritisch, aber bereit, sich auf den Forderungskataloges der Gewerkschaften einzugehen – in wie weit, werden wir in der zweiten Runde sehen. Jedoch werden wir uns nicht mit allgemeinen Floskel über eine angebliche Wertschätzung, wie wichtig und unverzichtbar doch die Arbeit von Sozialarbeitern und Erziehern ist, abspeisen lassen. Diesen Worten müssen endlich Taten folgen und dafür sitzen wir am Verhandlungstisch.
Ich bin der Ansicht, mindestens einmal im Monat (am Zahltag) sollten eben diese Kolleginnen und Kollegen die Wertschätzung spüren, die ihnen gebührt.

Nach dem Auftakt in Hannover meine ich, dass die Verhandlungen schwierig sein werden und wir von einer möglichen Einigung noch meilenweit entfernt sind. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.“

Detlef Daubitz, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft brandenburg, ist Mitarbeiter im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, Brandeburg.

Ganztägiger Warnstreik am Mittwoch, 18.03.2015

Kita-Streik Peine, 04.06.09 (49)

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

nach der Kündigung der Entgeltordnung für den Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes zum Ende des Jahres 2014 hat am 25. Februar 2015 das erste Treffen zwischen der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) und den Gewerkschaften  über den Eingruppierungstarifvertrag für die kommunalen Beschäftigten im SuE in Hannover stattgefunden. Trotz Anerkennung der Arbeitgeber für den Einsatz der Beschäftigten, kritisieren sie die gewerkschaftlichen Forderungen – sie seien unrealistisch, besonders beim Thema höherer Eingruppierung und damit besserer Bezahlung.

Um der Arbeitgeberseite zu zeigen wie ernst die Beschäftigten Ihre Forderungen nehmen, werden wir am kommenden Mittwoch, dem 18.03.2015, von Seiten des KOMBA-Kreisverbandes Peine streiken. 

Und so rufe ich Euch auf, Kolleginnen und Kollegen

aus dem Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes,

an diesem Warnstreik am 18.03.2014 teilzunehmen.

Wir laden daher alle in unser Streiklokal im Bürger-Jäger-Heim „Tandure“ (ehemals KaNu) in der Beethovenstraße in Peine zu einem Frühstück, um dort gemeinsam zu streiken!

Wir wollen Transparente/Banner für die nächsten Streiktage herstellen. Wir werden u. a. auch mit Pinsel und Farbe umgehen, bitte entsprechende Kleidung tragen!

Es liegt an uns allen, in der Gemeinschaft Stärke zu zeigen.

Kolleginnen und Kollegen, lasst uns alle gemeinsam für eine gerechtfertigte höhere Wertschätzung eintreten. Dieses „mehr“ muss auch auf dem Gehaltszettel sichtbar werden.

Informiert bitte auch alle anderen Kolleginnen und Kollegen in Euren Einrichtungen. Wir dürfen den Streikaufruf nicht über die Email-Adressen der Dienststellen an unsere Mitglieder senden. Bitte sprecht auch die noch nicht organisierten Kolleginnen und Kollegen an, mit dem ersten Mitgliedstag bei der komba besteht der Anspruch auf Streikgeld, Anträge auf Mitgliedschaft werden vor Ort ausgegeben. 

Mit kollegialen Grüßen

Wolf Becker

Stellv. Vorsitzender der Kreisgruppe Peine,
Vorsitzender der Fachgruppe Sozial- und Erziehungsdienst
der komba-gewerkschaft niedersachsen
Email: wolf.becker@komba-peine.de
Die Kreisgruppe im Internet und alle Informationen zur Entgeltordnung S + E:
www.komba-peine.de; www.facebook.com/kombapeine; www.twitter.com/kombapeine

Informationen für unsere Mitglieder im Sozial- und Erziehungsdienst

 

Bessere Eingruppierung und Wertschätzung gefordert!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder,

am 25. Februar 2015 haben in Hannover die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) begonnen. „Die Bezahlung für die Beschäftigten muss sich grundlegend verbessern“, sagte dbb Verhandlungs-führer Andreas Hemsing im Vorfeld. „Dabei geht es grundsätzlich um eine höhere Eingruppierung, damit die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst – auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung – attraktiver werden.“

Verhandlungsgruppe komba(dbb Verhandlungskommission „Sozial- und Erziehungsdienst“, in der Mitte Verhandlungsführer Andreas Hemsing)

In der Auftaktverhandlung hat der dbb den Forderungskatalog detailliert vorgestellt und unter anderem auf die gestiegenen Anforderungen in den Bereichen der Sozialen Arbeit und der Erziehung hingewiesen. Die Anerkennung und der Wert der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen aus dem Sozial- und Erziehungsdienst drücken sich wie in allen anderen Berufsgruppen nicht unerheblich im Entgelt für die geleistete Tätigkeit aus.

Die Arbeitgeberseite würdigte in den Verhandlungen ebenfalls die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Sozialen Berufe, sehe jedoch grundsätzlich nicht die Notwendigkeit für eine bessere Eingruppierung. Die VKA zeigte sich jedoch bereit, in den nächsten Verhandlungsterminen – am 23. März 2015 und am 9. April 2015 – sich mit dem Forderungskatalog der Gewerkschaften inhaltlich auseinanderzusetzen. Unsere Forderungen liegen auf dem Tisch, jetzt ist die Arbeitgeberseite dran.


Macht mit und werdet Mitglied!

Nur wer uns unterstützt, kann etwas ändern!

Die komba hilft!

Unter dem Dach des dbb beamtenbund und tarifunion bieten kompetente Fachgewerkschaften mit insgesamt mehr als 1,2 Millionen Mitgliedern den Beschäftigten des öffentlichen Diensts und seiner privatisierten Bereiche Unterstützung sowohl in tarifvertraglichen und beamtenrechtlichen Fragen, als auch im Falle von beruflichen Rechtsstreitigkeiten. Nur Nähe mit einer persönlich überzeugenden Ansprache jedes Mitglieds schafft auch das nötige Vertrauen in die Durchsetzungskraft einer Solidargemeinschaft.