komba unterstützt Kita-Volksinitiative

Kurzmitteilung

Wir unterstützen auch als komba gewerkschaft niedersachsen, Fachgruppe Sozial- und Erziehungsdienst, die Kita-Volksinitiative für bessere Rahmenbedingungen in den niedersächsischen Kindertagesstätten. Bitte öffnen Sie den Link: www.kita-volksinitiative.de, und drucken sich selbständig die Unterschriftenlisten unter http://www.kita-volksinitiative.de/volksinitiative-bogen-zum-download/ auf DIN A 3 – Papier aus. Es sind noch 35.000 Unterschriften wahlberechtigter Bürger und Bürgerinnen bis September 2013 erforderlich. Die nach Wohnsitzgemeinden getrennten, ausgefüllten und unterschriebenen gesammelten Bögen können Sie auch an die Adresse der Fachgruppe: Sprecher Wolf Becker, Kreuzdornstr. 8, 31228 Peine, senden, wir leiten sie weiter. Herzlichen Dank.

 

komba-Forderungen begrüßt die Koalitionsverhandlungen und erwartet jetzt schnelle Umsetzung

       

Die niedersächsischen Landtagswahlen am 20. Januar 2013 waren an Spannung kaum zu überbieten. Im Vorfeld haben wir als komba gewerkschaft niedersachsen, Fachgruppe Sozial- und Erziehungsdienst, Forderungen durch das Eckpunktepapier und die Regionalkonferenz beschlossen. Diese Anforderungen an eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung sind allen im Niedersächsischen Landtag vertretenen Parteien bekannt gemacht worden. 


 In der Koalitionsvereinbarung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen für die 17. Wahlperiode des Niedersächsischen Landtages gelten für den Bereich der Frühkindlichen Bildung folgende Vereinbarungen:

Frühkindliche Bildung

Frühkindliche Bildung ist der Türöffner für eine gute Bildungslaufbahn. Die rot-grüne Koalition wird die umfassende Verbesserung der frühkindlichen Bildung einschließlich der Inklusion im Dialog mit allen

Verantwortlichen wie den Kommunalen Spitzenverbänden, und den Trägern sicherstellen. Jedes Kind in Niedersachsen hat ab dem ersten Lebensjahr das Recht, eine Kindertagesstätte zu besuchen. Der Ausbau von Krippen und Kindergärten ermöglicht es neben der Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder auch den Eltern, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Um das Defizit an Krippenplätzen in Niedersachsen bis zum 1. August 2013 schnellst möglich abzubauen, wird die rot-grüne Koalition mit den Kommunen über eine zielgerichtete Unterstützung durch das Land verhandeln. Der Einsatz der Landesmittel soll in einem Stufenplan den regionalen Ausbauerfordernissen angepasst und vor Ort abgestimmt werden. Die rot-grüne Koalition wird

  • den Ausbau von Krippen am tatsächlichen Bedarf orientieren.
  • ein modernes und den heutigen Realitäten angepasstes Kindertagesstättengesetz (KitaG) auf den Weg bringen, das darauf abzielt, den Personalschlüssel in Krippen und Kitas sowie das Angebot an Ganztagsplätzen zu verbessern.
  • Inklusion in der frühkindlichen Bildung von der Ausnahme zur Regel machen und die rechtliche Grundlage für die inklusive Kita schaffen.
  • gemeinsam mit anderen Bundesländern Bundesratsinitiativen ergreifen, um das Betreuungsgeld zu verhindern.
  • einen Masterplan für mehr und hoch qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher entwickeln.
  • Ausbildungsqualität und Weiterbildung sollen verbessert, die Attraktivität des Berufs erhöht und der Mangel an Fachpersonal behoben werden. Dazu werden die Kapazitäten an den Berufsbildenden Schulen erhöht sowie weitere Studiengänge für das Lehramt mit der Fachrichtung Sozialpädagogik und entsprechende Studienseminarplätze eingerichtet.
  • eine Qualitätsoffensive für die frühkindliche Bildung in den Kitas und der Kindertagespflege einschließlich der Sprachförderung starten. Diesem Ziel dient ein Konzept zur Qualitätsentwicklung mit der Verankerung der pädagogischen Bildungsstandards für die Kitas. Es werden in Abstimmung mit den Trägern und den jeweiligen Akteuren vor Ort flächendeckend Konzepte für den Übergang Kita/Grundschule entwickelt und die flexible Eingangstufe gestärkt.
  • Familienzentren entwickeln, die auch Niedrigschwelliege Beratung – und Unterstützung anbieten. 

Der Inhalt dieser Vereinbarung entspricht den Forderungen aus unserer jahrelangen Arbeit. Wir sind auf dem richtigen Weg – offensichtlich hat man uns in großen Teilbereichen auch zugehört und verstanden. 

Es ist unsere Aufgabe aus der Praxis heraus weitläufigere Empfehlungen zu geben, noch nicht umgesetzte Tatbestände weiterhin zu fordern und zu beobachten. Es liegt nunmehr an der neuen Landesregierung, dieses Papier nicht als leere Worthülse stehen zu lassen, sondern mit Leben zu füllen! 

Diese Regierung wird an der praxisorientierten Umsetzung ihrer Versprechungen zu messen sein. Eine zügige Umsetzung ist hierbei Grundvoraussetzung, damit der Glaube und das Vertrauen in die Politik nicht erschüttert werden. Daher hat die konkrete Umsetzung der Vorschläge zu passieren – und zwar jetzt!

Wir werden weiter bohren und stochern, werden weiter unangenehm sein und mit guten Vorschlägen für eine gute Sache kämpfen, denn es gibt noch viele Aufgaben, denen wir uns stellen müssen. Es geht schließlich um die Zukunft der Kinder dieses Landes. 

Hierzu ist notwendig, sich auf einen großen Rückhalt und die Erfahrungen aus der Praxis seiner Mitglieder verlassen zu können. Die Ideen und Forderungen werden bei uns durch unsere Mitglieder gestaltet. Hierzu sind auch Sie recht herzlich eingeladen.