Der diesjährige Weltkindertag am 20. September steht unter dem Motto „Kindern ein Zuhause geben“

Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF rufen unter diesem Leitsatz dazu auf, die Interessen, Rechte und Bedürfnisse von Kindern in das Zentrum von Politik und Wirtschaft zu stellen.

WmD-PDF-Check_1.3_300_o_Red_2014-12-05_wmdsv014Kindern ein Zuhause geben“ soll deutlich machen, wie wichtig es für ein Kind ist, dass es in einer friedlichen und liebevollen Umgebung aufwachsen kann, um seine Talente und Fähigkeiten zu entwickeln. Dabei gibt es Eltern, die jedoch aus verschiedenen Gründen auf Unterstützung angewiesen sind. Ihnen gilt es, vermehrt zu helfen, zum Wohle der Kinder. „Genauso bedeutet, Kindern ein Zuhause geben, dass Kindern, die zum Beispiel von Armut betroffen oder durch Flucht zu uns gekommen sind, die Integration in unsere Gesellschaft sowie der Zugang zu gleichen Bildungschancen erleichtert wird. Auch dabei ist vor allem die Politik angesprochen, entsprechende Ressourcen zu schaffen, um unter anderem die Kinder begleiten zu können“, so Sandra van Heemskerk, Vorsitzende des Bundesfachbereiches Sozial- und Erziehungsdienst der komba Gewerkschaft.

Die komba gewerkschaft unterstützt die Kampagne des Deutschen Kinderhilfswerks und UNICEF mit einem eigenen Plakat zum Weltkindertag 2016. Es hängt bereits in vielen Kindertagesstätten und Verwaltungen aus.

Sie können unter dem Link: Weltkindertag 2016 das Plakat hoch laden und sofort direkt in der von Ihnen gewünschten Anzahl vor Ort ausdrucken und verwenden.

Sofern Sie Interesse an der Zusendung des Plakates haben sollten, tragen Sie bitte unten  Ihre Adresse ein.



 

11. Newsletter

In der Anlage übersenden wir Ihnen unsere Ausschreibung für ein komba Seminar

„Die Körpersprache der Kinder – die etwas andere Form der Kommunikation“.

Dieses Seminar ist vor allem für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem pädagogischen Bereich interessant.

Wir bitten um Beachtung des Anmeldeschlusses am 26. Januar 2012.

Einladung

Hinweis:  Eine gesonderte Bestätigung der Teilnahmezulassung erfolgt nicht. Lediglich in Fällen, wo eine Berücksichtigung nicht erfolgen kann, erhalten die Betreffenden eine entsprechende Benachrichtigung. 

************************************************************************************************************

Komba Fachbereich Sozial- und Erziehungsdienst stellt SPD-Fraktion Eckpunktepapier vor

V.l.n.r.: Wolf Becker, Dr. Peter Specke , Gudrun Kutscher mit Vertretern der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag

Zu einem gegenseitigen Meinungsaustausch haben sich Vertreter der komba gewerkschaft niedersachsen sowie die Mitglieder des Kultusausschusses der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag getroffen. Für die komba haben der Landesvorsitzende Dr. Peter Specke, der komba Fachbereichsleiter Sozial- und Erziehungsdienst Wolf Becker sowie die stellvertretende Vorsitzende des Bundesfachbereiches Sozial- und Erziehungsdienst Gudrun Kutscher an dem Gespräch teilgenommen.

Das von der komba gewerkschaft erarbeitete Eckpunktepapier, welches bereits dem niedersächsischen Kultusminister Dr. Bernd Althusmann vorgestellt worden ist, ist bei den Abgeordneten auf großes Interesse gestoßen. Insbesondere bestand Einigkeit darüber, dass die Träger der kommunalen Kindertagesstätten die fachliche Beratung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich verbessern müssen und der Landesgesetzgeber dafür die Voraussetzungen schaffen muss. Gegenwärtig werden von einer Fachberatungskraft etwa 30 Einrichtungen betreut. Dieser Schlüssel muss nach unserer Auffassung deutlich verkleinert werden. Weitere Gesprächsschwerpunkte bildeten die angestrebte Erhöhung des Männeranteils in den pädagogischen Berufen sowie eine Verbesserung des Personalschlüssels in den verschiedenen Gruppen. Das Gespräch fand in einer angenehmen und konstruktiven Atmosphäre statt, so dass auch für die Zukunft ein kontinuierlicher Meinungsaustausch verabredet worden ist.  

*************************************************************************************************************

„Ohne qualifiziertes Personal keine weiteren Betreuungsplätze“

U 3: Allein in Niedersachsen fehlen 5.000 ErzieherInnen. Der Markt ist leergefegt. Alleine in Niedersachsen fehlen 5.000 Erzieherinnen und Erzieher. „Ohne qualifiziertes Personal wird es keine weiteren Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geben“, erklärte Dr. Peter Specke, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft. Heute räche sich, dass es die Landesregierung versäumt hat, in die Beschäftigen des Erziehungsdienstes zu investieren. Die Qualifikationsansprüche an die Betreuung und Erziehung in Kindertagesstätten und Familienzentren seien zwar gewachsen, dass dies aber erhebliche Konsequenzen für das Personal habe, sei von den Regierenden trotz gewerkschaftlicher Forderungen und Mahnungen in den Wind geschrieben worden. Selbst wenn es einen entschlossenen politischen Willen in Niedersachsen gäbe, mehr Betreuungsplätze zu errichten, selbst wenn mehr Mittel für Investitionen oder Unterhaltung in den öffentlichen Etats zur Verfügung ständen, ohne Personal sei auch diese Strategie zum Scheitern verurteilt, erklärt Specke. Qualifizierte Erzieher bildeten die wichtigste Ressource und die sind nicht zu Preisen zu haben, die man mal in der Kinderverwahranstalt alter Zeiten bezahlt hat.

Die komba gewerkschaft niedersachsen hält es für dringend erforderlich, ein Personalentwicklungskonzept und Qualifizierungsprogramm umzusetzen, ohne dass Niedersachsen auch in den nächsten Jahren Schlusslicht in der Statistik bei den Betreuungsplätzen bleiben wird.

Dazu gehört die Erfüllung folgender Voraussetzungen: Die Gruppengrößen und der Erzieher-Kinder-Schlüssel in den Tageseinrichtungen muss sich entsprechend der Studien über angemessene Bildungsbedingungen im Elementarbereich verändern und damit dem Niveau anderer Bundesländer und dem europäischen Ausland angeglichen werden.

Für Beschäftigte im Erziehungsdienst müssen entsprechend den vielfältigen neuen Aufgaben (Sprachförderung, Begleitung von Kinder unter drei Jahren) ausreichende berufsbegleitende Fortbildungen angeboten werden und während der Fortbildung Vertretungskräfte zur Verfügung stehen. Die Ausbildungsinhalte an den Berufskollegs müssen sich an den neuen Aufgabenfeldern und den gestiegenen Ansprüchen orientieren. Ergänzungskräfte sind gerade in den Betreuungsgruppen U 3 prädestiniert für die kleinen altersgemischten Gruppen. Dort sollen sie auch eingesetzt werden können.

Das Berufsbild der Erzieherinnen bedarf dringend der Aufwertung, indem eine Ausbildung für Leitungskräfte und Fachhochschulniveau angeboten wird, damit wir uns dem Ausbildungsstandard in den anderen europäischen Ländern annähern. Die Bezahlung ist entsprechend dieser verantwortungsvollen pädagogischen Tätigkeit in der frühen Bildung anzuheben. Das Lebensalter und die Lebenserfahrung sind dabei zu berücksichtigen. Komba fordert: „Weg mit den Zeitarbeitsverträgen“.  

*************************************************************************************************************